Lichtinstallation in der Klosterruine – Berlin

Die aktuelle Lichtinstallation von KlangKultur ist eröffnet.

Inspiriert von einer der spannendsten, gegensätzlichsten und aufgeladensten Perspektiven Berlins, vielleicht auch Europas – die Kugel des Fernsehturms gerahmt in einem gotischen Backsteinfenster einer ehemaligen Klosterkirche – strahlt die Lichtinstallation in der konfliktreichen historischen Szenerie des „Grauen Klosters“.

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Stadtplanung und Städtebau ist immer ein Vorgang der von Weltanschauung und Denkarten durchflutet ist. Insbesondere bei Repräsentativbauten vermitteln Funktion und Ästhetik die zukünftig gewollten Lebenswelten und gesellschaftlichen Ordnungen besonders scharf. Im Gesamtkontext einer bebauten und verdichteten Fläche, in der historische Plätze und Episoden in unmittelbarer Nachbarschaft zueinander stehen, strahlen ideologisierte Schatten in einem pulsierenden Wirrwarr aufeinander ein – gepaart mit unserem gegenwärtigen Pensum und zukünftigen Visionen nennen wir es schlicht „Stadt“. Ein Blick auf diese leuchtenden Schatten, auf versuchte und gewollte Wertigkeiten kann das Wesen und die Energie eines Ortes begreifen lassen.

Eine Epoche stempelt zurück. Alles wird einmal historisch sein.

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Die gesamte Installation ist noch bis Ende Januar 2017 zu sehen.

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